Aktionsrahmen

Leeres Ortsschild von abgebaggertem Dorf am Skywalk, Tagebau Garzweiler
Leeres Ortsschild rahmt den Blick auf den Tagebau Garzweiler (am „Skywalk“)

Wir werden den Betriebsablauf des größten deutschen Kohlekonzerns RWE stören, um der Forderung nach einem konsequenten Kohleausstieg und Klimaschutz unmissverständlichen Nachdruck verleihen. Dazu blockieren wir direkt die Zufahrten eines Kohlekraftwerks.

Unsere Sitzblockade ist ein bewusster Akt des Zivilen Ungehorsams. Daher werden wir Gesetze und Vorschriften, die den reibungslosen Betrieb der Kohleverstromung sicherstellen sollen, nicht beachten. Wir werden die Zufahrten nicht freiwillig verlassen, weil wir in Anbetracht des sich bereits anbahnenden, katastrophalen Klimawandels diese Aktion als dringend notwendig und legitim erachten.

Im Kontakt mit der Polizei und Sicherheitskräften werden wir besonnen und ohne Gewalt handeln. Mit dem Eigentum Anderer werden wir achtsam umgehen. Grundsätzlich begegnen wir unserem Gegenüber nicht diskriminierend. Wir wollen mit der Aktion ein buntes, lebensbejahendes Bild vermitteln.

Durch etwaige juristische Verfolgung lassen wir uns nicht abschrecken. Wir bedenken bei unseren Handlungen, welche Auswirkungen diese auf die gemeinsam mit uns Blockierenden hat. Wir versuchen so, die polizeiliche und juristische Repression gering zu halten, um als niedrigschwellige Aktion Zivilen Ungehorsams offen zu sein für Menschen unterschiedlicher Erfahrungslevels. Möglichen Rechtsfolgen werden wir – soweit möglich und von den Betroffenen gewünscht – gemeinsam und solidarisch begegnen.

Wir laden zu einer gut vorbereiteten, gewaltfreien Aktion ein. Dabei organisieren wir uns in Bezugsgruppen. Während der Aktion werden die Entscheidungen basisdemokratisch und gemeinsam im Konsensverfahren gefasst, sodass Bedürfnisse und Befürchtungen Raum erhalten. Hierarchische Strukturen versuchen wir, dabei gering zu halten.

Wenn du diesem Aktionsrahmen zustimmst, dann lass uns gemeinsam Kohle erSetzen und ungehorsam das Klima retten!